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Die Ausbildungen des Fischnetzprogramms

Ehrenamt – Methoden – Methoden Ungarn

Die Ausbildung der Ausbilder

Die Ausbildung der Ausbilder

Das Fischnetzprogramm sichert die Ausbildung der Trainer, die die Ausbildung der Freiwilligen und der Programmverantwortlichen übernehmen und über eigene Erfahrungen in der Ausbildung, der Gruppenleitung bzw. der Freiwilligenarbeit verfügen.

Die Ausbildungen des Fischnetzprogramms können geleitet werden vom

  • Gemeinde/Schul/Daikoniepfarrer,
  • Mentalhygieniker,
  • Fachmann mit Seelsorgediplom,
  • Pädagogen,
  • Sozialpädagogen, Sozialarbeiter,
  • Psychologen.

Die Organisierung der Ausbildung ist die Aufgabe des Programmverantwortlichen des den Ausbildungsort stellenden Fischnetzprogramms.

Für die Ausbildung ist die Wahl eines Ortes sinnvoll, der gut erreichbar ist, über die erforderlichen Nebenräume und einen Saal verfügt, in dem 15−20 Personen bequem im Kreis sitzen und während der Ausbildungszeit ungestört gemeinsam arbeiten können.

Während der Ausbildungszeit muss für die Teilnehmer Essen und Trinken zur Verfügung stehen.
Die Ausbildung dauert 15 Std., eine Ausbildungsstunde beträgt 45 Min.

Die Ausbildungsteilnehmer nehmen an den wichtigsten Ausbildungsmodulen sowohl der Freiwilligen als auch der Programmverantwortlichen teil, damit sie durch eigenes Erleben die Ausbildungen leiten können.

1. Einführung, Kennenlernen (1,5 Std.)

Die Vorstellung der Ausbildung

Zubehör nicht erforderlich

Des Ausbildungsleiter stellt sich vor und gibt kurz den Rahmen, den Zeitrahmen und das Ziel der Ausbildung an.

Für diesen Abschnitt sind 5−10 Min. geplant.

Vorstellung mit Hilfe von Bildern

Zubehör:

  • gesammelte farbige Bilder aus Zeitungen und Kalendern über Menschen, Naturlandschaften, Siedlungen
  • Knetekleber
  • Wandfläche, an die die Bilder als Tableau befestigt werden
  • Namensschilder
  • Farbige Filze

Aufgabe: Jeder Teilnehmer wählt drei Bilder der Sammlung aus. Eines, das ihn selbst symbolisiert, eines, das die Umgebung symbolisiert, aus der er zur Ausbildung kommt, und eines, das seine Erwartungen an die Ausbildung zum Ausdruck bringt.

Für die Auswahl der Bilder sind 10−15 Min. geplant.

Danach bittet der Ausbildungsleiter die Teilnehmer einzeln, ihren Namen zu sagen, mit dem sie während der Ausbildung angeredet werden möchten bzw. ihre Bilder zu zeigen und deren Wahl zu begründen. Nach der persönlichen Vorstellung befestigt der Ausbildungsleiter die Bilder an der Wandfläche. Das fertige Tableau bleibt während der gesamten Ausbildungszeit an der Wand. Am Ende der Ausbildung muss anlässlich der Rückschau wieder von den Bildern gesprochen werden.
Die Vorstellung der Bilder hängt von der Gruppengröße ab, für diese Aufgabe sind 30−40 Min. kalkuliert.

Nach der Vorstellung der Bilder befestigt jeder sein Namensschild mit dem Namen, mit dem er während der Ausbildung angeredet werden möchte.

Gestaltung der Gruppenregeln

Zubehör:

  • Pack- oder Flipchart-Papier
  • farbige dicke Filzstifte
  • Knetekleber

Aufgabe: Der Ausbildungsleiter bittet die Gruppenmitglieder, die Gruppenregeln zu formulieren, die in der gesamten Ausbildungszeit gültig sein sollen. Die verlauteten Regeln schreibt der Ausbildungsleiter auf Pack- oder Flipchart-Papier. Wird kein neuer Einfall mehr genannt, bittet er die Teilnehmer, sie wieder zu lesen und zu bedenken, und wenn jemand eine Wahrnehmung hat, diese vorzubringen. Danach bittet er die Ausbildungsteilnehmer, die Regeln zu unterschreiben, damit bezeugend, dass sie sie anerkennen. (Beispielsweise: Geheimhaltung, Pünktlichkeit, Kongruenz, gegenseitige Meinungsakzeptierung)

Das Papier wird an einem gut sichtbaren Platz im Saal angebracht und bleibt die ganze Ausbildungszeit über dort.

Der Zeitbedarf der Aufgabe beträgt abhängig von der Gruppengröße und -aktivität 20−30 Min.

2. Darstellung der Struktur und Arbeitsmethode der Ausbildungen (1 Std.)

Zubehör: Eine aus der Beschreibung der Ausbildung der Freiwilligen und Programmverantwortlichen sowie der Ablaufbeschreibung des Fischnetzprogramms und der Formulare sowie dem Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit zusammengestellte Dokumentation.

Der Ausbildungsleiter stellt den Rahmen des Fischnetzprogramms und der Ausbildung dar. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 45 Min. vorsehen.

3. Erhebung des Interessenkreises (2 Std.)

Ein Baum als Darstellung der Erhebung von Erfahrungen, Fertigkeiten, Wünschen und Motivationen.

Zubehör:

  • ein Blatt A4-Papier pro Teilnehmer
  • farbige Filzstifte, Fettkreiden, Bleistifte
  • Pack-/Flipchart-Papier
  • Knetekleber

Der Ausbildungsleiter gibt jedem Teilnehmer ein leeres A4-Blatt.

Er bittet die Teilnehmer, auf das Papier einen Baum zu zeichnen, dann an die Wurzeln ihre bisher gemachten Erfahrungen zu schreiben, auf den Stamm ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten, das, was sie anderen bieten können, und auf die Zweige des Baumes das, was sie anderen bieten möchten. Wenn es die Größe des Saales gestattet, sollen sich die Teilnehmer möglichst weit weg voneinander befinden, damit die selbstständige Arbeit weitgehend ungestört vor sich gehen kann.
Für die Arbeit sollen 20 Min. zur Verfügung stehen.

Danach bittet der Ausbildungsleiter die Teilnehmer, ihre Zeichnungen und Formulierungen vorzustellen.

Die Vorstellung dauert abhängig von der Gruppengröße und Aktivität der Teilnehmer 20−25 Min.
Danach bittet der Ausbildungsleiter die Ausbildungsteilnehmer, 4−5er-Gruppen zu bilden. Die Gruppen sollen ihre Zeichnungen mitnehmen und besprechen, was sie interessiert, warum sie gemeinnützige Freiwilligentätigkeit verrichten wollen.

Für die Gruppengespräche soll der Ausbildungsleiter 25 Min. vorsehen.

Danach sollen die Gruppen einen Leiter wählen, der die Hauptergebnisse des Gespräches bekanntgibt, die der Ausbildungsleiter auf einem Pack- oder Flipchat-Papier aufschreibt. Der Ausbildungsleiter soll den Gruppen Gelegenheit geben, auf die Gedanken der anderen zu reflektieren.

Schließlich soll der Gruppenleiter an der Saalwand das Papier mit dem Ergebnis des Gruppengespräches befestigen und die Teilnehmer ihre eigenen Zeichnungen darum anbringen.
Die Zeit der Zusammenfassung und Anbringung beträgt 15−20 Min.

4. Spezifitäten der Funktion der Gemeinschaften (2 Std.)

Meine Idealsiedlung

Zubehör:

  • farbige Filzstifte
  • Pack-/Flipchart-Papier
  • Knetekleber

Aufgabe:

Als Einleitung soll der Ausbildungsleiter die Teilnehmer darum bitten, aufgrund des vorangegangenen Gesprächs von ihrer Siedlung ein Probleminventar anzufertigen. Der Ausbildungsleiter schreibt die von den Teilnehmern vorgetragenen Probleme auf ein Pack- oder Flipchart-Papier. Für die Einleitung soll der Ausbildungsleiter 10−15 Min. vorsehen.

Danach bittet er die Teilnehmer, in zwei (wenn es die Gruppengröße erfordert 3) Gruppen weiterzuarbeiten. Er gibt jeder Gruppe ein Packpapier und farbige Filzstifte, Fettkreiden und Bleistift.

Aufgabe der Gruppen ist, in Antwort auf die gestaltete Problemlandkarte die Idealsiedlung auszudenken und zu gestalten, in der die aufgeworfenen Probleme gelöst werden.

Der Ausbildungsleiter soll die Gruppenteilnehmer bitten, den folgenden Gesichtpunkten gemäß die Arbeit zu überdenken. Sinnvoll ist es, die Gesichtspunkte im Saal gut sichtbar auf einem großen Papier anzubringen:

  • Auf welche Hindernisse kann die Problemlösung stoßen?
  • Wie kann man diese Hindernisse vermeiden?
  • Wer können die Hauptakteure bei der Lösung sein?
  • Welche Rolle kann bei der Lösung die Freiwilligkeit spielen?
  • Welche Mittel können bei der Lösung der Probleme eingesetzt werden?

Die Lösungen sollen mit dem ausgegebenen Zubehör in Zeichnungsform anschaulich gemacht werden (als Landkarte, Zeichnung von Gebäuden usw.). Für die Gruppenarbeit sollen 40−50 Min. gegeben werden.

Die fertigen Arbeiten sollen die Gruppen einander zeigen. Der Ausbildungsleiter motiviert die Teilnehmer, einander Fragen über die Arbeiten und bekanntgegebenen Gedanken zu stellen. Für die Vorstellung und Diskussion sollen 30−40 Min. geplant werden.

5. Kommunikation in der Gemeinschaft (2 Std.)

Gemeinschaft und Information

Zubehör: ein Blatt Papier und Kugelschreiber

Der Ausbildungsleiter bittet die Gruppenmitglieder, sehr aufeinander bzw. darauf zu achten, was sie voneinander hören, weil sie die Information genau weitergeben sollen.

Der Ausbildungsleiter flüstert seinem Nachbarn einen erweiterten Satz ins Ohr, und dessen Aufgabe ist, die gehörte Information wortwörtlich weiterzugeben. Die Teilnehmer flüstern der Reihe nach einander ins Ohr, was sie gehört haben. Der letzte Teilnehmer muss aufschreiben, was er gehört hat und liest es dann den übrigen vor. Danach sagt der Ausbildungsleiter den ursprünglichen Satz.

Beim Spiel verliert der zuerst formlierte und weitergegebene Satz viel von seinem Inhalt. Der Ausbildungsleiter soll ein Gespräch zwischen den Teilnehmern veranlassen, wie die Information verloren ging, was geschah, während sie einander den Satz zuflüsterten.

Am Ende des Gesprächs soll der Ausbildungsleiter die wichtigsten Feststellungen und Schlussfolgerungen auf Pack-/Flipchart-Papier aufschreiben.

Wichtig ist, dass bei der Aufgabe über Zuverlässigkeit und Vertrauen als wichtige Elemente der Freiwilligkeit gesprochen wird.

Für Spiel und Gespräch sollen 20−25 Min. gerechnet werden.

Die Lämmer und der Hirt

Zubehör:

  • ein Tuch für jeden Teilnehmer der Gruppe
  • tongebende Geräte (z. B. Pfeife, Trommel, Löffel, Deckel, Gefäße)

Vor Beginn des Spieles werden aus dem Saal möglichst alle behindernden Gegenstände, wie Tisch und Stühle, entfernt, beiseitegestellt, damit ein hinderungsfreier Bereich für die Teilnehmer entsteht.

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, einen Hirten zu wählen, die übrigen Gruppenteilnehmer bilden die Herde der Lämmer. Aufgabe des Hirten ist es, alle Lämmer in die Hürde zu treiben. Der Ausbildungsleiter fordert die Gruppenmitglieder auf, zu bestimmen, wo sich die Hürde befinden soll bzw. zu entscheiden, ob sie den Platz irgendwie kennzeichnen wollen. Der Ausbildungsleiter verteilt die Tücher an die Gruppenmitglieder, die die Lämmer spielen. Er sagt ihnen, dass sie während des Spiels die Augen zubinden müssen und weder sie noch der Hirt sprechen dürfen. Die Schwierigkeit des Spiels liegt darin, dass die Lämmer weder sprechen noch sehen dürfen und auch der Hirt sie nicht mit Reden leiten kann.

Die Teilnehmer können sich nur auf Lautzeichen verlassen.

Die Aufgabe besteht aus zwei Teilen:

  1. Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, eine solche Kommunikationsstrategie zu entwickeln, sich über die Zeichen zu vereinbaren, mit deren Hilfe der Hirt dann die Lämmer erfolgreich in die Hürde treibt. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 10 Min. geben.
  2. Hineintreiben der Lämmer. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 20 Min. geben.
    Der Ausbildungsleiter macht vor dem ersten Spielabschnitt auf zwei Dinge aufmerksam:

a) sie sollen darauf achten, dass die Lämmer sich selbst identifizieren können,
b) auf jeden Fall sollen sie sich über das Stopp-Zeichen einigen für den Fall, dass der Hirt die Situation für gefährlich hält.

Am Ende des Spiels wird der Saal wieder in Ordnung gebracht, und der Ausbildungsleiter beginnt das Gespräch der im Kreis Sitzenden über ihre Erfahrungen.

Zur Zusammenfassung ihrer Erfahrungen im ersten Abschnitt schlägt er vor, anhand folgender Fragen vorzugehen:

  • Auf welche Weise gelang es, sich über die Zeichen zu vereinbaren?
  • Wie entstand die Strategie?
  • Gab es jemanden, der bei der Planung führend war?
  • Was war das Schwierigste in diesem Abschnitt?
  • Welche positiven Erfahrungen haben sie in diesem Abschnitt gewonnen?
  • Bei der Zusammenfassung ihrer Erfahrungen im zweiten Abschnitt helfen folgende Fragen:
  • Mit welchen Schwierigkeiten hatte der Hirt zu kämpfen?
  • Welchen Schwierigkeiten standen die gegenüber, die als Lämmer am Spiel teilnahmen?
  • Welche positiven Erfahrungen hat der Spieler der Hirtenrolle gemacht?
  • Welche positiven Erfahrungen haben die Teilnehmer gemacht, die die Rolle der Lämmer spielten?

Für das Gespräch soll der Ausbildungsleiter 30 Min. ansetzen bzw. weitere 10 Min. für die notwendige Saal- und Gruppen-Wiedereinordnung.

6. Warum es gut ist, dass ich helfe (2 Std.)

Reklameherstellung

Zubehör:

  • ein A4-Papier pro Teilnehmer
  • farbige Filzstifte, Fettkreiden, Bleistifte
  • Knetekleber
  • Pack-/Flipchart-Papier

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, eine Reklame anzufertigen. Das Motto der Reklame sei „Helfen ist gut“. Die Länge des Reklametextes ist nicht beschränkt, nach Möglichkeit soll auch Dekoration nicht fehlen. Für diese Aufgabe soll der Ausbildungsleiter 25−30 Min. zur Verfügung stellen.

Dann befestigt jedes Gruppenmitglied seine Reklame an der Saalwand. Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, herumzugehen und jede Reklame genau zu betrachten und zu lesen.

Danach beginnt er das zusammenfassende Gespräch darüber, welche Motive, Informationen in mehreren Reklamen auftauchten. Die Antworten der Teilnehmer schreibt er auf ein Pack- oder eine Flipchart-Papier und befestigt dies an der Saalwand. Für das Gespräch soll er 20 Min. einplanen.
Im folgenden Abschnitt teilt der Ausbildungsleiter die Teilnehmer in 3−4er-Gruppen ein. Die Gruppen sollen drei Fragen diskutieren:

  1. Welches ist das liebeste Erlebnis seines Lebens, das mit Hilfe zu tun hat?
  2. Was war jene Hilfe in seinem Leben, als ihm Hilfe geboten wurde und das liebste Erlebnis damit verbunden war?
  3. Welches war die Situation, als die Hilfe als sehr schlimmes Erlebnis zurückblieb, ob als Helfer oder Hilfeempfänger?

Der Ausbildungsleiter soll die zu dikutierenden Fragen auf ein Pack- oder Flipchart-Papier schreiben. Für die Gruppenbesprechung soll er 25−30 Min. rechnen.

Nach der Gruppenbesprechung folgt die Sammlung der wichtigsten Erfahrungen, bei der die ausgewählten Gruppenvertreter die wichtigsten in der Gruppe verlauteten Erkenntnisse zusammenfassen. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 15 Min. planen.

7. Art der Kontaktaufnahme (1,5 Std.)

Zubehör: nicht nötig

Der Ausbildungsleiter teilt die Ausbildungsteilnehmer in 4 Gruppen ein.

Als Aufgabe erhalten sie die Planung eines Rollenspiels, in dem der

  • Programmverantwortliche den Kontakt mit einem Bewerber für die Verrichtung gemeinnütziger Freiwilligentätigkeit aufnimmt,
  • Programmverantwortliche den Kontakt mit einem minderjährigen Bewerber für die Verrichtung von Freiwilligentätigkeit und seinen Eltern aufnimmt,
  • Programmverantwortliche den Kontakt mit einem Empfänger aufnimmt, der in seiner Familie lebt und Hilfe benötigt,
  • Programmverantwortliche den Kontakt mit dem Vertreter eines Organisationsempfängers als Empfänger aufnimmt.

Er bittet die Teilnehmer der Ausbildung, die Informationen zu verwenden, die sie im früheren Ausbildungsabschnitt gesammelt haben. Für den Planungsabschnitt soll der Ausbildungsleiter 15 Min. geben.

Danach soll jede Gruppe ihre Szene der ganzen Gruppe vorspielen. Der Ausbildungsleiter soll die Ausbildungsteilnehmer auffordern, auf das Verhalten der einzelnen Spieler zu achten und zu diskutieren, was die Stärke der dargestellten Kontaktaufnahme war und welches die schwächeren Punkte waren.

Die Zeit für die Vorführung und Diskussion soll 25−30 Min betragen.

Der Ausbildungsleiter soll die in diesem Ausbildungsabschnitt formulierten wichtigsten Erfahrungen zusammenfassen, auf Pack- oder Flipchart-Papier schreiben und an der Saalwand anbringen.

8. Ich arbeite in einer christlichen Gemeinschaft (2 Std.)

Zubehör:

– Bibeltexte, die vom dienenden Verhalten der Christen handeln sowie von den Fertigkeiten, die der Mensch erhält, um seiner eigenen Gemeinschaft, Gruppe zu helfen, z. B. Mt 23,1−12, Mt 25,14−30, Lk 22,34−40; Mk 10,35−45; Apg 2,42−47

– Post it-Papiere oder farbige Papierstücke (ca. 10 × 30 cm-Stücke)

– Knetekleber, wenn es kein Post it-Papier gibt

Der Ausbildungsleiter verteilt die Texte an die Gruppenmitglieder. Die Texte soll jedes Gruppenmitglied durchlesen, dann bittet der Gruppenleiter einige Mitglieder, die Texte auch laut vorzulesen. Für das Kennenlernen der Texte soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. rechnen.
Der Ausbildungsleiter moderiert ein kurzes Gespräch darüber, dass wir, um die christliche Gemeinschaft verwirklichen zu können, füreinander in Dienst treten müssen. Für das Gespräch soll er 15−20 Min. einplanen.

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, die Dienste zusammenzustellen, mit denen man einander in der Gemeinde, im Ort, in der Freiwilligengemeinschaft des Fischnetzprogramms helfen kann. Diese schreibt der Ausbildungsleiter auf Post it-Papiere oder farbige Kartons.

Erneut nimmt er die bei der Vorstellung verwendeten farbigen Bilder und bittet die Teilnehmer, solche auszuwählen, die die einzelnen Dienstleistungen zum Ausdruck bringen. Sie sollen gemeinsam darüber reden, welches Bild sie warum gewählt haben. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. planen.

Der Ausbildungsleiter soll erneut einige von den Teilnehmern bitten, die Bibelstellen laut vorzulesen.

In 2−4er-Gruppen sollen die Teilnehmer darüber sprechen, welche Funktion sie gern im Dienst der Gemeinschaft übernehmen würden. Auf dieses Gespräch soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. verwenden.

Zum Schluss soll er die Gruppenmitglieder bitten, ihren Namen zu den einzelnen Diensten zu schreiben, die sie gern verrichten würden.

Die Ausbildung der Freiwilligen

Zubehör:

  • Bibeltexte, die vom dienenden Verhalten der Christen handeln sowie von den Fertigkeiten, die der Mensch erhält, um seiner eigenen Gemeinschaft, Gruppe zu helfen, z. B. Mt 23,1−12, Mt 25,14−30, Lk 22,34−40; Mk 10,35−45; Apg 2,42−47
  • Post it-Papiere oder farbige Papierstücke (ca. 10 × 30 cm-Stücke)
  • Knetekleber, wenn es kein Post it-Papier gibt

Der Ausbildungsleiter verteilt die Texte an die Gruppenmitglieder. Die Texte soll jedes Gruppenmitglied durchlesen, dann bittet der Gruppenleiter einige Mitglieder, die Texte auch laut vorzulesen. Für das Kennenlernen der Texte soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. rechnen.
Der Ausbildungsleiter moderiert ein kurzes Gespräch darüber, dass wir, um die christliche Gemeinschaft verwirklichen zu können, füreinander in Dienst treten müssen. Für das Gespräch soll er 15−20 Min. einplanen

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, die Dienste zusammenzustellen, mit denen man einander in der Gemeinde, im Ort, in der Freiwilligengemeinschaft des Fischnetzprogramms helfen kann. Diese schreibt der Ausbildungsleiter auf Post it-Papiere oder farbige Kartons.

Erneut nimmt er die bei der Vorstellung verwendeten farbigen Bilder und bittet die Teilnehmer, solche auszuwählen, die die einzelnen Dienstleistungen zum Ausdruck bringen. Sie sollen gemeinsam darüber reden, welches Bild sie warum gewählt haben. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. planen.

Der Ausbildungsleiter soll erneut einige von den Teilnehmern bitten, die Bibelstellen laut vorzulesen.

In 2−4er-Gruppen sollen die Teilnehmer darüber sprechen, welche Funktion sie gern im Dienst der Gemeinschaft übernehmen würden. Auf dieses Gespräch soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. verwenden.

Zum Schluss soll er die Gruppenmitglieder bitten, ihren Namen zu den einzelnen Diensten zu schreiben, die sie gern verrichten würden.

9. Beschließung des Programms (1 Std.)

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, erneut das Tableau zu betrachten, auf dem beim Ausbildungsbeginn die der Vorstellung dienenden farbigen Bilder befestigt wurden. Jeder suche mit den Augen das seine und bedenke folgendes:

  • Was würde ich jetzt über mich sagen?
  • Wie sehe ich jetzt meine Umgebung, aus der ich komme?
  • Wieweit haben sich meine Erwartungen an die Ausbildung erfüllt?
  • Will ich Freiwilliger werden?

Der Ausbildungsleiter lässt einige Minuten zum Nachdenken und bittet dann die Teilnehmer, jeder möge seine Antworten auf die Fragen geben.

Für die Antwortgabe müssen je nach Gruppengröße 30−40 Min. kalkuliert werden.

Nachdem jeder der Teilnehmer seine Antworten gegeben hat, wertet der Ausbildungsleiter den Ausbildungsgang kurz aus, fasst ihn zusammen und bedankt sich für die Teilnahme. Dann kann auch ein Gruppenbild von der Gruppe gemacht werden.

Liste des Zubehörs für die Ausbildung der Ausbilder

Zubehör

  • Aus Zeitungen und Kalendern gesammelte farbige Bilder von Menschen, Naturlandschaften und Siedlungen
  • Knetekleber
  • Namenschilder
  • farbige Filze
  • Pack- oder Flipchart-Papier
  • dicke farbige Filzstifte

aus der Beschreibung der Ausbildung der Freiwilligen und Programmverantwortlichen sowie der Ablaufbeschreibung des Fischnetzprogramms und der Formulare sowie dem Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit zusammengestellte Dokumentation

  • 6−8 Blatt A4-Papier pro Teilnehmer
  • Fettkreiden
  • Bleistifte
  • ein Tuch für jedes Gruppenmitglied
  • tongebende Geräte (z. B. Pfeife, Trommel, Löffel, Deckel, Gefäße)
  • Bibeltexte, die vom dienenden Verhalten der Christen handeln sowie von den Fertigkeiten, die der Mensch erhält, um seiner eigenen Gemeinschaft, Gruppe zu helfen, z. B. Mt 23,1−12, Mt 25,14−30, Lk 22,34−40; Mk 10,35−45; Apg 2,42−47
  • Post it-Papiere oder farbige Papierstücke (ca. 10 × 30 cm-Stücke)

Die Ausbildung der Programmverantwortlichen

Ausbildung der Programmverantwortlichen

Die Programmverantwortlichen müssen über in gleich welchem Bereich gemachte Freiwilligenerfahrung verfügen.

Die Ausbildung kann geleitet werden vom

  • Gemeinde/Schul/Daikoniepfarrer
  • Mentalhygieniker
  • Fachmann mit Seelsorgediplom
  • Pädagogen
  • Sozialpädagogen, Sozialarbeiter

Die Organisierung der Ausbildung ist die Aufgabe des Programmverantwortlichen des den Ausbildungsort stellenden Fischnetzprogramms.

Für die Ausbildung ist die Wahl eines Ortes sinnvoll, der gut erreichbar ist, über die erforderlichen Nebenräume und einen Saal verfügt, in dem 15−20 Personen bequem im Kreis sitzen und während der Ausbildungszeit ungestört gemeinsam arbeiten können.

Während der Ausbildungszeit muss für die Teilnehmer Essen und Trinken zur Verfügung stehen.
Die Ausbildung dauert 12 Std., eine Ausbildungsstunde beträgt 45 Min. (möglichst an Freitagen oder Sonnabenden).

Die Ausbildung der Programmverantwortlichen kann auch im Rahmen der Ausbildung von Gemeindemitarbeitern oder einem Lager geschehen.

1. Einführung, Kennenlernen (1,5 Std.)

Die Vorstellung der Ausbildung

Zubehör nicht erforderlich

Des Ausbildungsleiter stellt sich vor und gibt kurz den Rahmen, den Zeitrahmen und das Ziel der Ausbildung an.

Für diesen Abschnitt sind 5−10 Min. geplant.

Vorstellung mit Hilfe von Bildern

Zubehör:

  • Gesammelte farbige Bilder aus Zeitungen und Kalendern über Menschen, Naturlandschaften, Siedlungen
  • Knetekleber
  • Wandfläche, an die die Bilder als Tableau befestigt werden
  • Namensschilder
  • Farbige Filze

Aufgabe: Jeder Teilnehmer wählt drei Bilder der Sammlung aus. Eines, das ihn selbst symbolisiert, eines, das die Umgebung symbolisiert, aus der er zur Ausbildung kommt, und eines, das seine Erwartungen an die Ausbildung zum Ausdruck bringt.

Für die Auswahl der Bilder sind 10−15 Min. geplant.

Danach bittet der Ausbildungsleiter die Teilnehmer einzeln, ihren Namen zu sagen, mit dem sie während der Ausbildung angeredet werden möchten, bzw. ihre Bilder zu zeigen und deren Wahl zu begründen. Nach der persönlichen Vorstellung befestigt der Ausbildungsleiter die Bilder an der Wandfläche. Das fertige Tableau bleibt während der gesamten Ausbildungszeit an der Wand. Am Ende der Ausbildung muss anlässlich der Rückschau wieder von den Bildern gesprochen werden.
Die Vorstellung der Bilder hängt von der Gruppengröße ab, für diese Aufgabe sind 30−40 Min. kalkuliert.

Nach der Vorstellung der Bilder befestigt jeder sein Namensschild mit dem Namen, mit dem er während der Ausbildung angeredet werden möchte.

Gestaltung der Gruppenregeln

Zubehör:

  • Pack- oder Flipchart-Papier
  • farbige dicke Filzstifte
  • Knetekleber

Aufgabe: Der Ausbildungsleiter bittet die Gruppenmitglieder, die Gruppenregeln zu formulieren, die in der gesamten Ausbildungszeit gültig sein sollen. Die verlauteten Regeln schreibt der Ausbildungsleiter auf Pack- oder Flipchart-Papier. Wird kein neuer Einfall mehr genannt, bittet er die Teilnehmer, sie wieder zu lesen und zu bedenken, und wenn jemand eine Wahrnehmung hat, diese vorzubringen. Danach bittet er die Ausbildungsteilnehmer, die Regeln zu unterschreiben, damit bezeugend, dass sie sie anerkennen.

Das Papier wird an einem gut sichtbaren Platz im Saal angebracht und bleibt die ganze Ausbildungszeit über dort.

Der Zeitbedarf der Aufgabe beträgt abhängig von der Gruppengröße und -aktivität 20−30 Min.

2. Vorstellung des Fischnetzprogramms und der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit (1 Std.)

Zubehör: Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit. Wenn die Vortragenden dies für die Präsentation beanspruchen, Tafel, eventuell Projektor

Ein das Fischnetzprogramm gut kennender Ausbilder oder bereits erfahrener Programmleiter stellt den Rechtsnormrahmen der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit, das Gesetz Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit vor.

Das Thema kann in Vortragsform mit anschließender Möglichkeit für Fragen behandelt werden oder auf interaktive Weise mit eingeflochtenen Fragen.

Die Teilnehmer der Ausbildung können den Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit erhalten.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch.

3. Administrationsordnung (30 Min.)

Zubehör: Beschreibung der Administration des Fischnetzprogramms und die Formulare.
Ein das Fischnetzprogramm gut kennender Ausbilder oder bereits erfahrener Programmleiter stellt die Adminstrationsordnung des Fischnetzprogramms dar. Sinnvoll ist, auch die Ausfüllung der Formulare praktisch vorzuführen.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch.

4. Anwerbung (Freiwillige/mögliche Partner) (1,5 Std.)

Zubehör: falls der Vortragende verlangt, Flipchart-Tafel oder Projektor.

Erforderlich ist, einen im Fischnetz- oder einem anderen Freiwilligenprogramm über große Erfahrungen verfügenden Programmleiter einzuladen, damit er den Vortrag zum Thema der Anwerbung von gemeinützige Freiwilligenarbeit Verrichtenden bzw. Empfängern hält.
Das Thema kann in Vortragsform mit anschließender Möglichkeit für Fragen behandelt werden oder auf interaktive Weise mit eingeflochtenen Fragen.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch.

5. Öffentlichkeit (2 Std.)

Zubehör:

  • je Gruppe ein Pack-/Flipchart-Papier
  • farbige Filzstifte, Fettkreiden, Bleistifte
  • Knetekleber

Für diesen Abschnitt der Ausbildung kann ein medienerfahrener Experte oder in anderem Freiwilligenprogramm Kommunikationstätigkeit verrichtender Mitarbeiter eingeladen werden.
Als erster stellt der eingeladene Experte die Aufgaben und Möglichkeiten der Sicherung der Öffentlichkeit dar.

Das Thema kann in Vortragsform mit anschließender Möglichkeit für Fragen behandelt werden oder auf interaktive Weise mit eingeflochtenen Fragen.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch.

Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 35 Min. rechnen.

Im zweiten Abschnitt bittet er die in 2−3 Gruppen eingeteilten Ausbildungsteilnehmer, je eine Idee auszuarbeiten, die der Öffentlichkeit des Programms dient. Zur Ausarbeitung der Ideen erhalten die Teilnehmer Packpapier, Filzstifte, Fettkreiden und Bleistifte.

Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 35 Min. rechnen.

Für die Vorstellung der Ideen soll der Ausbildungsleiter 10−15 Min. vorsehen.

6. Art der Kontaktaufnahme (1,5 Std.)

Zubehör: nicht nötig

Der Ausbildungsleiter teilt die Ausbildungsteilnehmer in 4 Gruppen ein.

Als Aufgabe erhalten sie die Planung eines Rollenspiels, in dem der

  • Programmverantwortliche den Kontakt mit einem Bewerber für die Verrichtung gemeinnütziger Freiwilligentätigkeit aufnimmt,
  • Programmverantwortliche den Kontakt mit einem minderjährigen Bewerber für die Verrichtung von Freiwilligentätigkeit und seinen Eltern aufnimmt,
  • Programmverantwortliche den Kontakt mit einem Empfänger aufnimmt, der in seiner Familie lebt und Hilfe benötigt,
  • Programmverantwortliche den Kontakt mit dem Vertreter eines Organisationsempfängers als Empfänger aufnimmt.

Er bittet die Teilnehmer der Ausbildung, die Informationen zu verwenden, die sie im früheren Ausbildungsabschnitt gesammelt haben. Für den Planungsabschnitt soll der Ausbildungsleiter 15 Min. geben.

Danach soll jede Gruppe ihre Szene der ganzen Gruppe vorspielen. Der Ausbildungsleiter soll die Ausbildungsteilnehmer auffordern, auf das Verhalten der einzelnen Spieler zu achten und zu diskutieren, was die Stärke der dargestellten Kontaktaufnahme war und welches die schwächeren Punkte waren.

Die Zeit für die Vorführung und Diskussion soll 25−30 Min betragen.

Der Ausbildungsleiter soll die in diesem Ausbildungsabschnitt formulierten wichtigsten Erfahrungen zusammenfassen, auf Pack- oder Flipchart-Papier schreiben und an der Saalwand anbringen.

7. Treffen mit den Partnern, mit den Freiwilligen (1 Std.)

Für diesen Abschnitt der Ausbildung werden jene Personen eingeladen, die bereits in der Gemeinde als Freiwillige Aufgaben übernehmen, bzw. jene Personen der örtlichen Öffentlichkeit, die Partner bei der Verwirklichung des Fischnetzprogramms sein können.

Der Ausbildungsleiter stellt kurz die zu diesem Abschnitt eingetroffenen Gäste vor, und regt dann, die Teilnehmer in 2−3 Gruppen einteilend und ihnen die Gäste zuordnend, das Gruppengespräch an.

Er bittet die Ausbildungsteilnehmer, den bereits tätigen Freiwilligen Fragen zu stellen:

  • Welche Freude mach ihnen die Freiwilligentätigkeit?
  • Welchen Schwierigkeiten begegnen sie bei ihrer Tätigkeit?
  • Welche Möglichkeiten wenden sie zur Lösung der Probleme an?
  • Den Partnern sollen sie folgende Fragen stellen:
  • Welche Möglichkeiten sehen sie in der Zusammenarbeit im Fischnetzprogramm?
  • Warum übernehmen sie Partnerschaft?

Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 35−40 Min. vorsehen.

Zum Abschluss des Gesprächs soll er die Gruppen bitten, in jeweils einer Minute die Ergebnisse des Gesprächs zusammenzufassen.

8. Ich arbeite in einer christlichen Gemeinschaft (2 Std.)

Content

Die Ausbildung der Freiwilligen

Zubehör:

  • Bibeltexte, die vom dienenden Verhalten der Christen handeln sowie von den Fertigkeiten, die der Mensch erhält, um seiner eigenen Gemeinschaft, Gruppe zu helfen, z. B. Mt 23,1−12, Mt 25,14−30, Lk 22,34−40; Mk 10,35−45; Apg 2,42−47
  • Post it-Papiere oder farbige Papierstücke (ca. 10 × 30 cm-Stücke)
  • Knetekleber, wenn es kein Post it-Papier gibt

Der Ausbildungsleiter verteilt die Texte an die Gruppenmitglieder. Die Texte soll jedes Gruppenmitglied durchlesen, dann bittet der Gruppenleiter einige Mitglieder, die Texte auch laut vorzulesen. Für das Kennenlernen der Texte soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. rechnen.
Der Ausbildungsleiter moderiert ein kurzes Gespräch darüber, dass wir, um die christliche Gemeinschaft verwirklichen zu können, füreinander in Dienst treten müssen. Für das Gespräch soll er 15−20 Min. einplanen.

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, die Dienste zusammenzustellen, mit denen man einander in der Gemeinde, im Ort, in der Freiwilligengemeinschaft des Fischnetzprogramms helfen kann. Diese schreibt der Ausbildungsleiter auf Post it-Papiere oder farbige Kartons.

Erneut nimmt er die bei der Vorstellung verwendeten farbigen Bilder und bittet die Teilnehmer, solche auszuwählen, die die einzelnen Dienstleistungen zum Ausdruck bringen. Sie sollen gemeinsam darüber reden, welches Bild sie warum gewählt haben. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. planen.

Der Ausbildungsleiter soll erneut einige von den Teilnehmern bitten, die Bibelstellen laut vorzulesen.

In 2−4er-Gruppen sollen die Teilnehmer darüber sprechen, welche Funktion sie gern im Dienst der Gemeinschaft übernehmen würden. Auf dieses Gespräch soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. verwenden.

Zum Schluss soll er die Gruppenmitglieder bitten, ihren Namen zu den einzelnen Diensten zu schreiben, die sie gern verrichten würden.

9. Beschließung des Programms (1 Std.)

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, erneut das Tableau zu betrachten, auf dem beim Ausbildungsbeginn die der Vorstellung dienenden farbigen Bilder befestigt wurden. Jeder suche mit den Augen das seine und bedenke folgendes:

  • Was würde ich jetzt über mich sagen?
  • Wie sehe ich jetzt meine Umgebung, aus der ich komme?
  • Wieweit haben sich meine Erwartungen an die Ausbildung erfüllt?
  • Will ich Freiwilliger werden?

Der Ausbildungsleiter lässt einige Minuten zum Nachdenken und bittet dann die Teilnehmer, jeder möge seine Antworten auf die Fragen geben.

Für die Antwortgabe müssen je nach Gruppengröße 30−40 Min. kalkuliert werden.

Nachdem jeder der Teilnehmer seine Antworten gegeben hat, wertet der Ausbildungsleiter den Ausbildungsgang kurz aus, fasst ihn zusammen und bedankt sich für die Teilnahme. Dann kann auch ein Gruppenbild von der Gruppe gemacht werden.

Liste des Zubehörs für die Ausbildung

  • Aus Zeitungen und Kalendern gesammelte farbige Bilder von Menschen, Naturlandschaften und Siedlungen
  • Knetekleber
  • Namenschilder
  • farbige Filze
  • Pack- oder Flipchart-Papier
  • dicke farbige Filzstifte
  • Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit
    aus der Beschreibung des Administrationsablaufs und den Formularen bestehendes Material
    6−8 Blatt A4-Papier pro Teilnehmer
  • Fettkreiden
  • Bleistifte
  • Bibeltexte, die vom dienenden Verhalten der Christen handeln sowie von den Fertigkeiten, die der Mensch erhält, um seiner eigenen Gemeinschaft, Gruppe zu helfen, z. B. Mt 23,1−12, Mt 25,14−30, Lk 22,34−40; Mk 10,35−45; Apg 2,42−47
  • Post it-Papiere oder farbige Papierstücke (ca. 10 × 30 cm-Stücke)

Ausbildung der Freiwilligen

Die Ausbildung der Freiwilligen

Die Ausbildung der Freiwilligen findet im Rahmen der das Fischnetzprogamm durchführenden Organisation statt.

Die Ausbildung kann geleitet werden vom

  • Gemeinde/Schul/Daikoniepfarrer
  • Mentalhygieniker
  • Fachmann mit Seelsorgediplom
  • Pädagogen
  • Sozialpädagogen, Sozialarbeiter

Die Organisierung der Ausbildung ist die Aufgabe des Programmverantwortlichen.

Für die Ausbildung ist die Wahl eines Ortes sinnvoll, der gut erreichbar ist, über die erforderlichen Nebenräume und einen Saal verfügt, in dem 15−20 Personen bequem im Kreis sitzen und während der Ausbildungszeit ungestört gemeinsam arbeiten können.

Während der Ausbildungszeit muss für die Teilnehmer Essen und Trinken zur Verfügung stehen.
Die Ausbildung dauert 20 Std., eine Ausbildungsstunde beträgt 45 Min. (möglichst an Freitagen oder Sonnabenden).

Am Sonntag führt die Gemeindeleitung im Rahmen des Abendmahlsgottesdienstes der Gemeinde die Freiwilligen in die Gemeinschaft ein, hier kommt es zur Übergabe der Urkunde. Der Anlass schließt mit gemeinsamem Agape-Mahl. Zweckmäßig ist, auch das Presbyterium der Gemeinde dazu einzuladen.

Die Ausbildung der Freiwilligenkann auch im Rahmen der Ausbildung von Gemeindemitarbeitern oder einem Lager geschehen.

Thematik

Einführung, Kennenlernen (1,5 Std.)

Die Vorstellung der Ausbildung

Zubehör: nicht erforderlich

Des Ausbildungsleiter stellt sich vor und gibt kurz den Rahmen, den Zeitrahmen und das Ziel der Ausbildung an.

Für diesen Abschnitt sind 5−10 Min. geplant.

Vorstellung mit Hilfe von Bildern

Zubehör:

  • gesammelte farbige Bilder aus Zeitungen und Kalendern über Menschen, Naturlandschaften,
  • Siedlungen
  • Knetekleber
  • Wandfläche, an die die Bilder als Tableau befestigt werden
  • Namensschilder
  • Farbige Filze

Aufgabe: Jeder Teilnehmer wählt drei Bilder der Sammlung aus. Eines, das ihn selbst symbolisiert, eines, das die Umgebung symbolisiert, aus der er zur Ausbildung kommt, und eines, das seine Erwartungen an die Ausbildung zum Ausdruck bringt.

Für die Auswahl der Bilder sind 10−15 Min. geplant.

Danach bittet der Ausbildungsleiter die Teilnehmer einzeln, ihren Namen zu sagen, mit dem sie während der Ausbildung angeredet werden möchten, bzw. ihre Bilder zu zeigen und deren Wahl zu begründen. Nach der persönlichen Vorstellung befestigt der Ausbildungsleiter die Bilder an der Wandfläche. Das fertige Tableau bleibt während der gesamten Ausbildungszeit an der Wand. Am Ende der Ausbildung muss anlässlich der Rückschau wieder von den Bildern gesprochen werden.
Die Vorstellung der Bilder hängt von der Gruppengröße ab, für diese Aufgabe sind 30−40 Min. kalkuliert.

Nach der Vorstellung der Bilder befestigt jeder sein Namensschild mit dem Namen, mit dem er während der Ausbildung angeredet werden möchte.

Gestaltung der Gruppenregeln

Zubehör:

  • Pack- oder Flipchart-Papier
  • Farbige dicke Filzstifte
  • Knetekleber

Aufgabe: Der Ausbildungsleiter bittet die Gruppenmitglieder, die Gruppenregeln zu formulieren, die in der gesamten Ausbildungszeit gültig sein sollen. Die verlauteten Regeln schreibt der Ausbildungsleiter auf Pack- oder Flipchart-Papier. Wird kein neuer Einfall mehr genannt, bittet er die Teilnehmer, sie wieder zu lesen und zu bedenken, und wenn jemand eine Wahrnehmung hat, diese vorzubringen. Danach bittet er die Ausbildungsteilnehmer, die Regeln zu unterschreiben, damit bezeugend, dass sie sie anerkennen (z. B. Geheimhaltung, Kongruenz, gegenseitige Akzeptanz der Meinungen, Genauigkeit/Pünktlchkeit, Ehrlichkeit, aufbauende Meinung … usw.).
Das Papier wird an einem gut sichtbaren Platz im Saal angebracht und bleibt die ganze Ausbildungszeit über dort.

Der Zeitbedarf der Aufgabe beträgt abhängig von der Gruppengröße und -aktivität 20−30 Min.

Einübung der gegenseitigen Namen mit Wiederholung

Zubehör: nicht nötig

Aufgabe: Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, die Namenschilder abzunehmen und aufzustehen. Jeder stellt sich von neuem mit dem Namen vor, mit dem er angesprochen werden möchte. Im zweiten Durchgang müssen sie sich so vorstellen, dass jeder Teilnehmer die vor ihm erklungenen Namen wiederholt. Am leichtesten hat es der, der sich als erster vorstellt, am schwersten der letzte, weil er den Namen sämtlicher Teilnehmer wiederholen muss.
Es ist sinnvoll, die Vorstellung in zwei bis drei Durchgängen zu machen, damit mehrere die leichteste und schwerste Situation erleben können.

Der Zeitaufwand der Aufgabe beträgt abhängig von der Gruppengröße und Zahl der wiederholten Durchgänge 15−20 Min.

Einübung der gegenseitigen Namen mit ständigen Attributen

Zubehör: nicht nötig

Aufgabe: Der Ausbildungsleiter bittet die Gruppenmitglieder, sich zu überlegen, welches ihr ständiges Attribut sein kann, welches die Eigenschaft ist, die sie sehr charakterisiert, z. B. gesprächige Katrin, ruhiger Johannes.

Dann bittet der Ausbildungsleiter die Teilnehmer, sich auf diese Weise vorzustellen. Nachdem jeder seinen Namen mit dem ständigen Attribut gernannt hat, folgt im nächsten Umgang der Nachbar und seine Vorstellung. Der erste muss sich nur selbst vorstellen, z. B. „Ich bin die gesprächige Katrin“. Der nächste stellt sich selbst vor: „Ich bin der ruhige Johannes“ und die vorher verlautete Vorstellung: „Und sie ist die gesprächige Katrin“. Jeder wiederholt nur den vor ihm verlauteten Namen mit ständigem Attribut.

Der Zeitbedarf der Aufgabe beträgt abhängig von der Gruppengröße und -aktivität 15−20 Min.

Der Rechtsnormrahmen der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit (1 Std.)

Zubehör: Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit. Wenn die Vortragenden dies für die Präsentation beanspruchen, Tafel, eventuell Projektor.

Der Leiter der das Fischnetzprogramm durchführenden Organisation oder der Programmverantworliche, eventuell beide gemeinsam stellen den Rechtsnormrahmen der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit, das Gesetz Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit vor.

Das Thema kann in Vortragsform mit anschließender Möglichkeit für Fragen behandelt werden oder auf interaktive Weise mit eingeflochtenen Fragen.

Die Teilnehmer der Ausbildung können den Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit erhalten.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch.

Vorstellung des Fischnetzprogramms (1 Std.)

Der Leiter der das Fischnetzprogramm durchführenden Organisation oder der Programmverantworliche, eventuell beide gemeinsam stellen das Fischnetzprogramm, die damit verbundenen Vorgänge und den Administrationsrahmen vor. Es können die von der durchführenden Organisation im Rahmen des Fischnetzprogramms zu verwirklichen gewünschten Spezialitäten, Aktionen und Pläne dargestellt werden.

Das Thema kann in Vortragsform mit anschließender Möglichkeit für Fragen behandelt werden oder auf interaktive Weise mit eingeflochtenen Fragen.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch.

Erhebung des Interessenkreises (2 Std.)

Ein Baum als Darstellung der Erhebung von Erfahrungen, Fertigkeiten, Wünschen und Motivationen.

Zubehör:

  • Ein Blatt A4-Papier pro Teilnehmer
  • Farbige Filzstifte, Fettkreiden, Bleistifte
  • Pack-/Flipchart-Papier
  • Knetekleber

Der Ausbildungsleiter gibt jedem Teilnehmer ein leeres A4-Blatt.

Er bittet die Teilnehmer, auf das Papier einen Baum zu zeichnen, dann an die Wurzeln ihre bisher gemachten Erfahrungen zu schreiben, auf den Stamm ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten, das, was sie anderen bieten können, und auf die Zweige des Baumes das, was sie anderen bieten möchten. Wenn es die Größe des Saales gestattet, sollen sich die Teilnehmer möglichst weit weg voneinander befinden, damit die selbstständige Arbeit weitgehend ungestört vor sich gehen kann.

Für die Arbeit sollen 20 Min. zur Verfügung stehen.

Danach bittet der Ausbildungsleiter die Teilnehmer, ihre Zeichnungen und Formulierungen vorzustellen.

Die Vorstellung dauert abhängig von der Gruppengröße und Aktivität der Teilnehmer 20−25 Min.

Danach bittet der Ausbildungsleiter die Ausbildungsteilnehmer, 4−5er-Gruppen zu bilden. Die Gruppen sollen ihre Zeichnungen mitnehmen und besprechen, was sie interessiert, warum sie gemeinnützige Freiwilligentätigkeit verrichten wollen.

Für die Gruppengespräche soll der Ausbildungsleiter 25 Min. vorsehen.

Danach sollen die Gruppen einen Leiter wählen, der die Hauptergebnisse des Gespräches bekanntgibt, die der Ausbildungsleiter auf einem Pack- oder Flipchat-Papier aufschreibt. Der Ausbildungsleiter soll den Gruppen Gelegenheit geben, auf die Gedanken der anderen zu reflektieren.

Schließlich soll der Gruppenleiter an der Saalwand das Papier mit dem Ergebnis des Gruppengespräches befestigen und die Teilnehmer ihre eigenen Zeichnungen darum anbringen.

Die Zeit der Zusammenfassung und Anbringung beträgt 15−20 Min.

Vorstellung der lokalen Gemeinschaft/en, Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaft/en (2 Std.) - die Gemeindeleitung stellt die Gemeinde vor

Für diesen Abschnitt der Ausbildung werden die Leiter der Ortsgemeinde und ihre Mitglieder, die Leiter des Ortes und die Leiter sonstiger bestimmender Organisationen der lokalen Gemeinschaft eingeladen.

Die Gemeindeleitung stellt den Teilnehmern die Geschichte und den Alltag der Gemeinde vor.

Ähnliches tun die Vertreter der eingeladenen sonstigen Organisationen.

Für die Vorstellungen soll der Ausbildungsleiter 35−40 Min. sichern.

Danach soll der Ausbildungsleiter ein Gespräch beginnen, bei dem die Vertreter der lokalen Gemeinschaft von den in der Gemeinschaft vorhandenen Mängeln, Problemen und Bedürfnissen sprechen bzw. davon, in die Lösung welcher Probleme und auf welche Weise diejenigen einbezogen werden können, die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit versehen.

Der Ausbildungsleiter motiviert die Ausbildungsteilnehmer zur aktiven Beteiligung. Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch.

Für das Gespräch soll der Ausbildungsleiter 40−45 Min. sichern.

Spezifitäten der Funktion der Gemeinschaften (2 Std.)

Meine Idealsiedlung

Zubehör:

  • Farbige Filzstifte
  • Pack-/Flipchart-Papier
  • Knetekleber

Aufgabe:

Als Einleitung soll der Ausbildungsleiter die Teilnehmer darum bitten, aufgrund des vorangegangenen Gesprächs von ihrer Siedlung ein Probleminventar anzufertigen. Der Ausbildungsleiter schreibt die von den Teilnehmern vorgetragenen Probleme auf ein Pack- oder Flipchart-Papier. Für die Einleitung soll der Ausbildungsleiter 10−15 Min. vorsehen.

Danach bittet er die Teilnehmer, in zwei (wenn es die Gruppengröße erfordert 3) Gruppen weiterzuarbeiten. Er gibt jeder Gruppe ein Packpapier und farbige Filzstifte, Fettkreiden und Bleistift.

Aufgabe der Gruppen ist, in Antwort auf die gestaltete Problemlandkarte die Idealsiedlung auszudenken und zu gestalten, in der die aufgeworfenen Probleme gelöst werden.

Der Ausbildungsleiter soll die Gruppenteilnehmer bitten, den folgenden Gesichtpunkten gemäß die Arbeit zu überdenken. Sinnvoll ist es, die Gesichtspunkte im Saal gut sichtbar auf einem großen Papier anzubringen:

  • Auf welche Hindernisse kann die Problemlösung stoßen?
  • Wie kann man diese Hindernisse vermeiden?
  • Wer können die Hauptakteure bei der Lösung sein?
  • Welche Rolle kann bei der Lösung die Freiwilligkeit spielen?
  • Welche Mittel können bei der Lösung der Probleme eingesetzt werden?

Die Lösungen sollen mit dem ausgegebenen Zubehör in Zeichnungsform anschaulich gemacht werden (als Landkarte, Zeichnung von Gebäuden usw.). Für die Gruppenarbeit sollen 40−50 Min. gegeben werden.

Die fertigen Arbeiten sollen die Gruppen einander zeigen. Der Ausbildungsleiter motiviert die Teilnehmer, einander Fragen über die Arbeiten und bekanntgegebenen Gedanken zu stellen. Für die Vorstellung und Diskussion sollen 30−40 Min. geplant werden.

Kommunikation in der Gemeinschaft (2 Std.)

Gemeinschaft und Information

Zubehör: ein Blatt Papier und Kugelschreiber

Der Ausbildungsleiter bittet die Gruppenmitglieder, sehr aufeinander bzw. darauf zu achten, was sie voneinander hören, weil sie die Information genau weitergeben sollen.

Der Ausbildungsleiter flüstert seinem Nachbarn einen erweiterten Satz ins Ohr, und dessen Aufgabe ist, die gehörte Information wortwörtlich weiterzugeben. Die Teilnehmer flüstern der Reihe nach einander ins Ohr, was sie gehört haben. Der letzte Teilnehmer muss aufschreiben, was er gehört hat und liest es dann den übrigen vor. Danach sagt der Ausbildungsleiter den ursprünglichen Satz.

Beim Spiel verliert der zuerst formlierte und weitergegebene Satz viel von seinem Inhalt. Der Ausbildungsleiter soll ein Gespräch zwischen den Teilnehmern veranlassen, wie die Information verloren ging, was geschah, während sie einander den Satz zuflüsterten.

Am Ende des Gesprächs soll der Ausbildungsleiter die wichtigsten Feststellungen und Schlussfolgerungen auf Pack-/Flipchart-Papier aufschreiben.

Wichtig ist, dass bei der Aufgabe über Zuverlässigkeit als wichtiges Element der Freiwilligkeit gesprochen wird.

Für Spiel und Gespräch sollen 20−25 Min. gerechnet werden.

Die Lämmer und der Hirt

Zubehör:

  • Ein Tuch für jeden Teilnehmer der Gruppe
  • Tongebende Geräte (z. B. Pfeife, Trommel, Löffel, Deckel, Gefäße)

Vor Beginn des Spieles werden aus dem Saal möglichst alle behindernden Gegenstände, wie Tisch und Stühle, entfernt, beiseitegestellt, damit ein hinderungsfreier Bereich für die Teilnehmer entsteht.

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, einen Hirten zu wählen, die übrigen Gruppenteilnehmer bilden die Herde der Lämmer. Aufgabe des Hirten ist es, alle Lämmer in die Hürde zu treiben. Der Ausbildungsleiter fordert die Gruppenmitglieder auf, zu bestimmen, wo sich die Hürde befinden soll bzw. zu entscheiden, ob sie den Platz irgendwie kennzeichnen wollen. Der Ausbildungsleiter verteilt die Tücher an die Gruppenmitglieder, die die Lämmer spielen. Er sagt ihnen, dass sie während des Spiels die Augen zubinden müssen und weder sie noch der Hirt sprechen dürfen. Die Schwierigkeit des Spiels liegt darin, dass die Lämmer weder sprechen noch sehen dürfen und auch der Hirt sie nicht mit Reden leiten kann.

Die Teilnehmer können sich nur auf Lautzeichen verlassen.

Die Aufgabe besteht aus zwei Teilen:

  1. Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, eine solche Kommunikationsstrategie zu entwickeln, sich über die Zeichen zu vereinbaren, mit deren Hilfe der Hirt dann die Lämmer erfolgreich in die Hürde treibt. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 10 Min. geben.
  2. Hineintreiben der Lämmer. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 20 Min. geben.
    Der Ausbildungsleiter macht vor dem ersten Spielabschnitt auf zwei Dinge aufmerksam: a) sie sollen darauf achten, dass die Lämmer sich selbst identifizieren können, b) auf jeden Fall sollen sie sich über das Stopp-Zeichen einigen für den Fall, dass der Hirt die Situation für gefährlich hält.

Am Ende des Spiels wird der Saal wieder in Ordnung gebracht, und der Ausbildungsleiter beginnt das Gespräch der im Kreis Sitzenden über ihre Erfahrungen.

Zur Zusammenfassung ihrer Erfahrungen im ersten Abschnitt schlägt er vor, anhand folgender Fragen vorzugehen:

  • Auf welche Weise gelang es, sich über die Zeichen zu vereinbaren?
  • Wie entstand die Strategie?
  • Gab es jemanden, der bei der Planung führend war?
  • Was war das Schwierigste in diesem Abschnitt?
  • Welche positiven Erfahrungen haben sie in diesem Abschnitt gewonnen?
  • Bei der Zusammenfassung ihrer Erfahrungen im zweiten Abschnitt helfen folgende Fragen:
  • Mit welchen Schwierigkeiten hatte der Hirt zu kämpfen?
  • Welchen Schwierigkeiten standen die gegenüber, die als Lämmer am Spiel teilnahmen?
  • Welche positiven Erfahrungen hat der Spieler der Hirtenrolle gemacht?
  • Welche positiven Erfahrungen haben die Teilnehmer gemacht, die die Rolle der Lämmer spielten?

Für das Gespräch soll der Ausbildungsleiter 30 Min. ansetzen bzw. weitere 10 Min. für die notwendige Saal- und Gruppen-Wiedereinordnung.

Warum es gut ist, dass ich helfe (2 Std.)

Reklameherstellung

Zubehör:

  • Ein A4-Papier pro Teilnehmer
  • Farbige Filzstifte, Fettkreiden, Bleistifte
  • Knetekleber
  • Pack-/Flipchart-Papier

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, eine Reklame anzufertigen. Das Motto der Reklame sei „Helfen ist gut“. Die Länge des Reklametextes ist nicht beschränkt, nach Möglichkeit soll auch Dekoration nicht fehlen. Für diese Aufgabe soll der Ausbildungsleiter 25−30 Min. zur Verfügung stellen.

Dann befestigt jedes Gruppenmitglied seine Reklame an der Saalwand. Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, herumzugehen und jede Reklame genau zu betrachten und zu lesen.

Danach beginnt er das zusammenfassende Gespräch darüber, welche Motive, Informationen in mehreren Reklamen auftauchten. Die Antworten der Teilnehmer schreibt er auf ein Pack- oder eine Flipchart-Papier und befestigt dies an der Saalwand. Für das Gespräch soll er 20 Min. einplanen.
Im folgenden Abschnitt teilt der Ausbildungsleiter die Teilnehmer in 3−4er-Gruppen ein. Die Gruppen sollen drei Fragen diskutieren:

  • Welches ist das liebeste Erlebnis seines Lebens, das mit Hilfe zu tun hat?
  • Was war jene Hilfe in seinem Leben, als ihm Hilfe geboten wurde und das liebste Erlebnis damit verbunden war?
  • Welches war die Situation, als die Hilfe als sehr schlimmes Erlebnis zurückblieb, ob als Helfer oder Hilfeempfänger?

Der Ausbildungsleiter soll die zu dikutierenden Fragen auf ein Pack- oder Flipchart-Papier schreiben. Für die Gruppenbesprechung soll er 25−30 Min. rechnen.

Nach der Gruppenbesprechung folgt die Sammlung der wichtigsten Erfahrungen, bei der die ausgewählten Gruppenvertreter die wichtigsten in der Gruppe verlauteten Erkenntnisse zusammenfassen. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 15 Min. planen.

Praktisches Wissen (3 Std.)

Gefahrensituationen während der Arbeit

Die Darstellung der Gefahrensituationen ist für die Freiwilligentätigkeit Verrichtenden von zentraler Wichtigkeit, weshalb die Informationen genau und klar sein müssen. Im Laufe des Gespräches muss geklärt werden, welche Tätigkeiten der Freiwillige verrichten kann und welche nicht.
Zur Erledigung der aufgabe kann eine Reihe von Fragen zusammengestellt werden, auf die sie gebeten werden, in 3−4er-Gruppen zu antworten.

Beispiele:

  • Was würdest du tun, wenn du in einer Wohnung Gasgeruch spürst? Was würdest du nicht tun?
  • Was tust du, wenn du den Empfänger bewegungslos auf dem Boden liegend vorfindest? Was tust du nicht?

Geben wir dafür 15 Min. und bereden dann die auf die Fragen gegebenen Antworten. ie Antworten können neue Fragen, Dilemmas aufwerfen, deren Beantwortung den Freiwilligen helfen kann, ihre Kopetenz und ihre Grenzen einzuhalten.

Im Laufe der Aufgabe soll dem Freiwilligen betont bewusst gemacht werden, dass er über die bei der Durchführung seiner Freiwilligentätigkeit wahrgenommenen gefährdenden Umstände gleich welcher Art unverzüglich den Programmverantwortlichen informieren muss, der notwendigenfalls die entsprechenden Maßnahmen vornimmt.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch und die Darstellung.

Gewährung Erster Hilfe

Für diesen Abschnitt der Ausbildung werden Erste-Hilfe-Leister eingeladen, möglichst ein in diesem Bereich erfahrener Experte (und/oder Freiwilliger), der die grundlegendsten Erste-Hilfe-Kenntnisse zusammen mit ihrer Vorstellung übergibt.
Er muss bei der Vorstellung auf die Bewegungsformen, Praktiken eingehen, mit Hilfe derer der Freiwillige ohne Gefährdung seiner körperlichen Unversehrtheit Hilfe (Hochheben, Bewegen usw.) bietet.

Rahmen der Freiwilligentätigkeit – Kompetenzgrenzen

Bei dieser Frage kann ein Gespräch über die folgenden Themenkreise angeregt werden:

  1. Angabe persönlicher Daten
  2. Geheimhaltung von zur Kenntnis gekommenen Informationen bezüglich des Empfängers
  3. Verneinenkönnen
  4. Schutz der eigenen Grenzen
  5. Achtung der Grenzen des Empfängers
  6. Rolle des Programmverantwortlichen bei der Behandlung von zur Kenntnis gelangten

Informationen bezüglich des Empfängers (Brückenfunktion des Programmverantwortlichen)

In diesem Abschnitt soll großes Gewicht auf die Bewusstmachung gelegt werden, dass der Programmverantwortliche die Schlüsselrolle bei der vertraulichen und konsequenten Behandlung der Informationen der im Programm tangierten Personen spielt.

Der Ausbildungsleiter moderiert das Gespräch und die Darstellung.

Ich arbeite in einer christlichen Gemeinschaft (2 Std.)

Zubehör:

  • Bibeltexte, die vom dienenden Verhalten der Christen handeln sowie von den Fertigkeiten, die der Mensch erhält, um seiner eigenen Gemeinschaft, Gruppe zu helfen, z. B. Mt 23,1−12, Mt 25,14−30, Lk 22,34−40; Mk 10,35−45; Apg 2,42−47
  • Post it-Papiere oder farbige Papierstücke (ca. 10 × 30 cm-Stücke)
  • Knetekleber, wenn es kein Post it-Papier gibt

Der Ausbildungsleiter verteilt die Texte an die Gruppenmitglieder. Die Texte soll jedes Gruppenmitglied durchlesen, dann bittet der Gruppenleiter einige Mitglieder, die Texte auch laut vorzulesen. Für das Kennenlernen der Texte soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. rechnen.

Der Ausbildungsleiter moderiert ein kurzes Gespräch darüber, dass wir, um die christliche Gemeinschaft verwirklichen zu können, füreinander in Dienst treten müssen. Für das Gespräch soll er 15−20 Min. einplanen

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, die Dienste zusammenzustellen, mit denen man einander in der Gemeinde, im Ort, in der Freiwilligengemeinschaft des Fischnetzprogramms helfen kann. Diese schreibt der Ausbildungsleiter auf Post it-Papiere oder farbige Kartons.

Erneut nimmt er die bei der Vorstellung verwendeten farbigen Bilder und bittet die Teilnehmer, solche auszuwählen, die die einzelnen Dienstleistungen zum Ausdruck bringen. Sie sollen gemeinsam darüber reden, welches Bild sie warum gewählt haben. Für diesen Abschnitt soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. planen.

Der Ausbildungsleiter soll erneut einige von den Teilnehmern bitten, die Bibelstellen laut vorzulesen.

In 2−4er-Gruppen sollen die Teilnehmer darüber sprechen, welche Funktion sie gern im Dienst der Gemeinschaft übernehmen würden. Auf dieses Gespräch soll der Ausbildungsleiter 15−20 Min. verwenden.

Zum Schluss soll er die Gruppenmitglieder bitten, ihren Namen zu den einzelnen Diensten zu schreiben, die sie gern verrichten würden.

Beschließung des Programms (1 Std.)

Der Ausbildungsleiter bittet die Teilnehmer, erneut das Tableau zu betrachten, auf dem beim Ausbildungsbeginn die der Vorstellung dienenden farbigen Bilder befestigt wurden. Jeder suche mit den Augen das seine und bedenke folgendes:

  1. Was würde ich jetzt über mich sagen?
  2. Wie sehe ich jetzt meine Umgebung, aus der ich komme?
  3. Wieweit haben sich meine Erwartungen an die Ausbildung erfüllt?
  4. Will ich Freiwilliger werden?

Der Ausbildungsleiter lässt einige Minuten zum Nachdenken und bittet dann die Teilnehmer, jeder möge seine Antworten auf die Fragen geben.

Für die Antwortgabe müssen je nach Gruppengröße 30−40 Min. kalkuliert werden.

Nachdem jeder der Teilnehmer seine Antworten gegeben hat, wertet der Ausbildungsleiter den Ausbildungsgang kurz aus, fasst ihn zusammen und bedankt sich für die Teilnahme. Dann kann auch ein Gruppenbild von der Gruppe gemacht werden.

Einführung der Freiwilligen in die Gemeinschaft

Am Ende der Ausbildung führt die das Fischnetzprogramm durchführende Organisation die Absolventen der Ausbildung in die Gemeinschaft ein. Dies soll nach Möglichkeit im Rahmen eines Gottesdienstes geschehen. Bei dieser Gelegenheit sollen die Freiwilligen vorgestellt werden, die für die Gemeinschaft einige Stunden ihrer Freizeit anbieten, um Bedürftigen zu helfen. Dabei soll auch die Übergabe der Urkunden stattfinden. Nach dem Gottesdienst kann das Fest mit einer bescheidenen Gastlichkeit (Agape) fortgesetzt werden.

Liste des Zubehörs für die Ausbildung der Freiwilligen

  • Aus Zeitungen und Kalendern gesammelte farbige Bilder von Menschen, Naturlandschaften und Siedlungen
  • Knetekleber
  • Namenschilder
  • Farbige Filze
  • Pack- oder Flipchart-Papier
  • Dicke farbige Filzstifte
  • Text des Gesetzes Nr. LXXXVIII des Jahres 2005 über die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit
  • Wenn die Vortragenden für die Präsentation verlangen, Tafel, evtl. Projektor
  • 6−8 Blatt A4-Papier pro Teilnehmer
  • Fettkreiden
  • Bleistifte
  • Ein Tuch für jedes Gruppenmitglied
  • Lautgebende Geräte (z. B. Pfeife, Trommel, Löffel, Deckel, Gefäße)
  • Bibeltexte, die vom dienenden Verhalten der Christen handeln sowie von den Fertigkeiten, die der Mensch erhält, um seiner eigenen Gemeinschaft, Gruppe zu helfen, z. B. Mt 23,1−12, Mt 25,14−30, Lk 22,34−40; Mk 10,35−45; Apg 2,42−47
  • Post it-Papiere oder farbige Papierstücke (ca. 10 × 30 cm-Stücke)