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Position Deutschland

Migration – Positionen

Position der Diakonie

Konkrete Hilfe und politische Anwaltschaft für Migrantinnen und Migranten sind essentielle Bestandteile des kirchlich-diakonischen Auftrags.

Migrationspolitische Positionen der Diakonie Deutschland (März 2013)

„Als Diakonie vertreten wir migrationspolitisch den Ansatz der Inklusion: jeder Mensch, der in Deutschland lebt, soll in seiner Individualität akzeptiert werden und die Möglichkeit haben, in vollem Umfang an der Gesellschaft und ihren Einrichtungen teilzuhaben. Wo Teilhaberechte nicht verwirklicht werden, gilt es, Diskriminierung zu benennen und Barrieren abzubauen.“

(Siehe auch: Migrationspolitische Positionen der Diakonie Deutschland)

Zentrale Grundsätze zur Konzeption „Kirchlich-Diakonische Migrationsberatung“ der Diakonie Baden (Dezember 2006)

– Gerechtigkeit, die Würde der Person, die Sorge um die Schwachen sind die gesellschaftlichen Felder, in denen die Kirche seit jeher aktiv ist und aufgrund ihrer ethischen Verpflichtung aktiv bleiben muss.

– Die Begleitung von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund gehört folglich in die Mitte kirchlich-diakonischer Arbeit.

– Konflikte mit gesetzlichen Regelungen, staatlichen Entscheidungen und weit verbreiteten Einstellungen der Mehrheitsgesellschaft sind nicht auszuschließen.

– Soziale Anwaltschaft und advokatorisches Handeln sind Grundprinzipien der kirchlich-diakonischen Arbeit.

– Die Beratungsdienste leisten Unterstützung für jeden Fremden ohne Ansehen von Geschlecht, Religion, Ideologie, Hautfarbe, Nationalität und Herkunft.

>>> Alle Grundsätze, Ziele und Angebote finden Sie hier.

Freiwilliges Engagement ist unerlässlich zur Verwirklichung von Hilfeangeboten unter dem Leitgedanken der Inklusion. Integration in das Gemeinwesen ist ohne die Arbeit der großen Zahl von Ehrenamtlichen und ihren Initiativen nicht denkbar.

Tätigkeitsbereiche

Ehrenamtliches Engagement ist vielfältig, je nach Interesse, Eignung, Vorkenntnissen und zeitlichen Möglichkeiten sind Ehrenamtliche in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig:

– Mitwirken bei Begegnungsmöglichkeiten (z.B. Cafe International, Gestaltung von Gemeindeabenden, Begegnungswochenenden, Freizeitprogramme für Kinder und Jugendliche, Sportangebote, musisch-kreative Angebote)

– Mitwirkung bei Sprachkursen und Unterstützung bei der beruflichen Qualifikation

– Unterstützung von Kindern aus Zuwandererfamilien bei Hausaufgaben u.ä.

– verschiedenste Formen von Nachbarschaftshilfen

– Unterstützung bei der Arbeits- und Wohnungssuche, bei Behördengängen, beim Erklären und Übersetzung von Behördenbriefen, beimSchreiben von Briefen und Ausfüllen von Antragsformularen

– gezielte Unterstützung von Asylsuchenden in ihren Asylverfahren: Aufarbeitung von Fluchtgründen, Unterstützung bei der Recherche von Beweismaterial, Begleitung zu Behörden u.s.w. in enger Zusammenarbeit mit Hauptamtlichen und Rechtsanwalt/-anwältin nach entsprechender Qualifizierung

– Patenschaften vor allem für unbegleitete minderjährige Kinder.

Grundsätze freiwilligen Engagements in der Migrationsarbeit

Freiwilliges Engagement kann hauptamtliche professionelle Sozialarbeit nicht ersetzen, sie aber wirkungsvoll ergänzen. Die Diakonie hat dabei die Aufgaben

  • Freiwilliges Engagement zu fördern
  • Geeignete Einsatzfelder für Freiwillige anzubieten
  • Das Zusammenwirken von hauptamtlicher Sozialarbeit und freiwilliger Mitarbeit sinnvoll zu koordinieren
  • Die Freiwilligen in ihrer Tätigkeit fachlich zu begleiten (Qualifizierung, Austausch, Supervision etc.)

Ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen und MigrantInnen soll Hilfe zur Selbsthilfe sein, vorhandene Ressourcen gezielt unterstützen sowie das gleichberechtigte Miteinander fördern und begleiteten. Es gilt, die Eigenkräfte, das Selbst- und Verantwortungsbewusstsein von Flüchtlingen/MigrantInnen zu stärken. Flüchtlinge und MigrantInnen müssen von Anfang an als aktive TeilnehmerInnen in alle Bemühungen zur Verbesserung ihrer Lebenssituation einbezogen sein.

Die Kirchengemeinden sind für die Ehrenamtlichen ein wesentlicher Bezugspunkt. Hier können sich vielfältige Formen der Unterstützung entwickeln. Kirchengemeinden können durch ihre Verankerung im Gemeinwesen in besonderer Weise Akzeptanz und Aufnahmebereitschaft in der einheimischen Gesellschaft fördern und Begegnungen ermöglichen.