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Methods Hungary

Volunteer – Methods

This text is only available in German.

Fischernetzprogramm

Das Fischnetzprogramm ist ein auf freiwilliger Tätigkeit beruhendes Programm für Gemeindeaufbau und -gestaltung, das auf theologischer Basis aufbaut und auf die Fragen des Alltagslebens unserer Gemeinschaften Antwort gibt.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Im Johannesevangelium spricht Jesus in Kap. 15,1−5 davon, dass Er der wahre Weinstock und der Jünger die Rebe sei. Beide müssen in enger Beziehung zueinander stehen, weil ohne die lebenssichernde Wirkung des Weinstockes die Rebe vertrocknet. Auch der Jünger speist sich aus Jesu lebenspendender, Glauben und Fertigkeit schenkender Liebe.

Aus all dem folgt, dass jemand, der in der Kirche, in der Gemeinde einen Dienst übernimmt, in erster Linie eine Beziehung zum lebenden Christus haben muss. Er speist ihn, Er beseelt ihn, Er erhält ihn in diesem Dienst. Wer bei dem Weinstock bleibt, der hat eine freie und lebendige Gemeinschaft mit Christus, die viel Früchte bringt. Diese spirituelle Beziehung zum Weinstock ist die Grundlage allen christlichen Dienstes und aller Jüngerschaft.

Unser Christentum ist demnach keine selbstzweckliche Religiosität, sondern ein für andere geleisteter aktiver Dienst.

Die obigen Worte Jesu und ihre theologische Interpretation stellen die Basis für die praktische Überlegung dar, die in der Gemeinde die Schaffung eines doppelten Fischnetzes plant und dringend werden lässt.

Diese Arbeit ist wirklich die Unternehmung zur Betätigung eines inneren sozialen Fischnetzes, deren Vorgänger und Bedingung die Existenz eines spirituellen Fischnetzes ist. Ihr Spezifikum ist, dass sämtliche Teilnehmer am geistlichen und sozialen Fischnetz – wie zu hoffen ist – an Jesus Christus glaubende Christen sind.

Das Zustandekommen dieses doppelten Fischnetzes hilft den der Gleichgültigkeit, Verzweiflung, Einsamkeit und Trägheit verfallenen Menschen, indem es ihnen zeigt, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein bleiben. Es hilft auch dabei, dass der Lösung der tagtäglichen leiblichen, materiellen und praktischen Lebensführungsprobleme die Aufhebung aller seelischen Sorgen voraufgeht, auch wenn alle beide untrennbar zusammengehören.

Es ist eine Arbeit, die viele Gebete, Sachverstand, Menschenkenntnis, Studium und ernsthafte Vorbereitung beinhaltet, über die auch die Gemeinde und ihre verschiedenen Kreise (Presbyterium, Bibelstundengemeinschaften, Gottesdienstteilnehmer) unbedingt informiert werden müssen. Wünschenswert ist, über den Plan des doppelten Fischnetzes selbst und auch seinen praktischen Nutzen gesondert zu sprechen.

In dem oben angegebenen Bibelabschnitt sagt Jesus: „Ohne mich könnt ihr nichts tun”. Das ist auch unsere Erfahrung. Aber mit Ihm „können wir Berge versetzen” (Mt 17,20). Es macht Sinn, diese Arbeit zu wagen, damit die Kirche wachsen möge und die Zahl derer, die selig werden (Apg 2,47).

Für die verschiedenen Arbeitszweige und die Missionstätigkeit der Ungarischen Evangelischen Kirche hat die Hilfstätigkeit der Freiwilligen große Bedeutung.

Von den Amtsträgern der kirchlichen Gremien bis zu den Krankenbesuchern und um den Kirchenraum beschäftigten Gemeindegliedern stellt jedermann freiwillig seinen Sachverstand und seine freie Zeit zur Verfügung, damit die Gemeinde, die Ortsgemeinschaft sich formt, erbaut und wirken kann.

Bischof i. R. D. Imre Szebik

Fischernetzprogramm

Vorstellung des Fischnetzprogramms

In unseren Tagen machen die gesellschaftlichen Probleme in zunehmend gesteigertem Maße darauf aufmerksam, dass wir aufeinander achten müssen. Man kann es fast schon einen Allgemeinplatz nennen, dass in unserer Gesellschaft wahre und erhaltende Gemeinschaften fehlen.

Neben dieser tragischen Wirklichkeit ist es doch eine Tatsache, dass in einer städtischen oder dörflichen Gemeinschaft die Kirchengemeinde der einzige Platz ist, an dem sich die Menschen in großer Zahl regelmäßig treffen und einander unterstützen. Das Fischnetzprogramm ist um die bewusste Ausschöpfung dieser vorhandenen Kraftquelle bemüht.

Die Definition des Fischnetzprogramms

Das Fischnetzprogramm ist ein auf freiwilliger Tätigkeit beruhendes Programm für Gemeindeaufbau und -gestaltung, das auf theologischer Basis aufbaut und auf die Fragen des Alltagslebens unserer Gemeinschaften Antwort gibt.

Das Ziel des Programms:

  • Gemeinschaftsaufbau und -entwicklung
  • Gemeinschaftsbildung der gemeinnützige Freiwilligentätigkeit anbietenden Freiwilligengruppen
  • Entwicklung der Selbsterkenntnis der Freiwilligen

Das Fischnetzprogramm ist offen. Es baut auf jeden, der das Bedürfnis hat, mit der Nutzbarmachung seiner vorhandenen Fähigkeiten und Erfahrungen etwas für seine engere oder weitere Gemeinschaft zu tun, der den Wunsch hat, durch seine helfende Arbeit seine Persönlichkeit und Selbsterkenntnis zu entwickeln und Teil der Gemeinschaft zu werden, der offen ist für die vom Fischnetzprogramm vertretenen Werte.

Wir glauben und vertreten, dass die Persönlichkeit eines am Fischnetzprogramm teilnehmenden Menschen sich durch die Verrichtung der Freiwilligenarbeit entwickelt.

Das Fischnetzprogramm rechnet mit den in der örtlichen Gemeinschaft vorhandenen Empfängern, damit die die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit anbietenden Freiwilligen ihnen helfen können.
Der Name des Programms bringt die spirituellen und praktischen Beziehungen, die Fischnetze zum Ausdruck, die zwischen den die Gemeinschaft bildenden Menschen entstehen und wirken.

Die Teilnehmer des Programms:

  • Das Fischnetzprogramm durchführende Organisation
  • Freiwilliger, der seine Freizeit und seinen Sachverstand zu bestimmter Zeit dem Empfänger der
  • Hilfe und Unterstützung anbietet
  • Empfänger der Hilfe und Unterstützung
  • Programmverantwortliche/r

Das Ergebnis des Programms:

  • die Freiwilligenkapazität der Ungarischen Evangelischen Kirche nimmt zu
  • die Beziehungsfischnetze der lokalen Gemeinden werden gestärkt
  • die Selbsterkenntnis der Freiwilligen entwickelt sich
  • es entsteht die Gemeinschaft der Freiwilligen
  • der Empfänger, der Hilfsbedürftige erhält Hilfe und Unterstützung

Praktische Durchführung

Das Fischnetzprogramm ist auch bei seiner Funktion bestrebt, das optimale „Aufeinandertreffen“ der Angebote der Freiwilligen und der Bedürfnisse der Empfänger zu fördern. Eine Schlüsselrolle dabei spielt der/die Programmverantwortliche des Fischnetzprogramms.

Der/die Programmverantwortliche ist eine der Gemeinde verpflichtete Person (Pfarrer, Presbyter, Kurator, Religionslehrer, Jugendarbeiter usw.), die die administrativen (Dokumentation) und organisatorischen Aufgaben (Kontakthaltung mit den Freiwilligen und Empfängern, Festlegung der Aufgaben für die Freiwilligen und Kontrolle der Durchführung) übernimmt.

An der Anwerbung nimmt neben dem/der Programmverantwortlichen auch die Gemeindeleitung teil. Ihre Aufgabe ist, die Mitglieder der Gemeinde und der weiteren Gemeinschaft vor Ort anzusprechen und zur Teilnahme am Freiwilligenprogramm zu ermutigen. Bei dieser Arbeit spielt der Pfarrer eine maßgebende Rolle.

Ihre Aufgabe ist es, die Mitglieder und Familien der örtlichen Gemeinschaft kennenzulernen und ihre Arbeit als Kontakthalter zu verrichten. Abhängig von der Größe der Gemeinde und der örtlichen Gemeinschaft motiviert sie möglichst viele Personen zur gemeinnützigen freiwilligen Tätigkeit. Der Ausbau eines stabilen Freiwilligennetzes kann sogar mehrere Jahre dauern, denn mit Schwankungen der Freiwilligenzahl ist zu rechnen, die durch Gewinnung neuer Freiwilliger ausgeglichen werden müssen. Wenn das Fischnetzprogramm in Schulen verwirklicht wird, spielen der Schulpfarrer bzw. die Klassenleiter eine herausragende Rolle in dieser Phase.

Die Anwerbung erstreckt sich auch auf die Empfänger der helfenden Tätigkeit. In diesem Prozess geschieht die Einbeziehung von zur örtlichen Gemeinschaft gehörenden Personen und Organisationen mit solchen Bedürfnissen, die durch die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit eine Lösung finden können.

Nach der Anwerbung nehmen diejenigen, die die gemeinnützige Freiwilligentätigkeit anbieten, an einer Ausbildung teil, an deren Ende sie eine Urkunde erhalten und sie in die Ortsgemeinschaft eingeführt werden.

Nach der Ausbildung stellt der/die Programmverantwortliche aufgrund der Freiwilligenangebote und der Empfängerwünsche die Freiwilligen-Empfänger-Paare zusammen. Die Verpflichtungen werden auch in Form von Vereinbarungen festgehalten.

Die Tätigkeit der Freiwilligen organisiert und unterstützt der/die Programmverantwortliche. Die Beibehaltung und Motivierung der Freiwilligen geschieht unter Inanspruchnahme verschiedener Mittel (Fallbesprechung, Supervision, Beratung).

Sowohl die Freiwilligen als auch die Empfänger bewerten von Zeit zu Zeit die geleistete Tätigkeit bzw. die Funktion des Fischnetzprogramms. Diese Rückmeldungen dienen und helfen der Entwicklung des Fischnetzprogramms.

Die Ausbildungen des Fischnetzprogramms

Die Ausbilung der Freiwilligen

  • Dauer der Ausbildung: 20 Std. (eine Ausbildungsstunde: 45 Min.)
  • Das Programm sollte sinnvollerweise möglichst auf Freitag und Sonnabend gelegt werden.
  • Am Sonntag führt die Gemeindeleitung im Rahmen des Abendmahlsgottesdienstes der Gemeinde die Freiwilligen in die Gemeinschaft ein, hier kommt es zur Übergabe der Urkunde. Der Anlass schließt mit gemeinsamem Agape-Mahl. Zweckmäßig ist, auch das Presbyterium der Gemeinde dazu einzuladen.
  • Die Freiwilligenausbildung kann auch im Rahmen der Ausbildung der Gemeindemitarbeiter oder eines Lagers geschehen.

Thematik

  • Einführung, Kennenlernen (2 Std.)
  • Rechtsnormrahmen der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit (1 Std.)
  • Vorstellung des Fischnetzprogramms (1 Std.)
  • Erhebung des Interessenkreises (2 Std.)
  • Vorstellung der lokalen Gemeinschaft/en, Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaft/en (2 Std.) – die Gemeindeleitung stellt die Gemeinde vor (2 Std.)
  • Spezifika der Funktion von Gemeinschaften (2 Std.)
  • Kommunikation in der Gemeinschaft (2 Std.)
  • Warum ist es gut, dass ich helfe (2 Std.)
  • Praktisches Wissen (3 Std.)
  • Gewährung Erster Hilfe
  • Gefahrsituationen während der Arbeit
  • Rahmen der Freiwilligentätigkeit
  • Kompetenzgrenzen
  • Ich arbeite in einer christlichen Gemeinschaft (2 Std.)
  • Beschließung des Programms (1 Std.)

Die Ausbildung der Programmverantwortlichen

Dauer der Ausbildung: 12 Std. (eine Ausbildungsstunde: 45 Min.)

Thematik

  • Einführung, Kennenlernen (1,5 Std.)
  • Vorstellung des Fischnetzprogramms und der Freiwilligenausbildung (1 Std.)
  • Administrationsordnung (30 Min.)
  • Anwerbung (Freiwillige/mögliche Partner) (1,5 Std.)
  • Öffentlichkeit (2 Std.)
  • Art der Kontaktaufnahme (1,5 Std.)
  • Treffen mit den Partnern, mit den Freiwilligen (1 Std.)
  • Ich arbeite in einer christlichen Gemeinschaft (2 Std.)
  • Beschließung des Programms (1 Std.)

Die Ausbildung der Ausbilder

Dauer der Ausbildung: 15 Std. (eine Ausbildungsstunde: 45 Min.)

Thematik

  • Einführung, Kennenlernen (1,5 Std.)
  • Vorstellung der Struktur und Arbeitsmethode der Ausbildungen (1 Std.)
  • Erhebung des Interessenkreises (2 Std.)
  • Spezifitäten der Funktion der Gemeinschaften (2 Std.)
  • Kommunikation in den Gemeinschaften (2 Std.)
  • Warum es gut ist, dass ich helfe (2 Std.)
  • Art der Kontaktaufnahme (1,5 Std.)
  • Ich arbeite in einer christlichen Gemeinschaft (2 Std.)
  • Beschließung des Programms (1 Std.)

 

Weitere Informationen zur Ausbildung

 

IV. Funktions- und Administrationsablauf des Fischnetzprogramms

Funktion und Administration

Das Fischnetzprogramm ist auch bei der Abwicklung von Funktion und Administration bestrebt, das optimale „Aufeinandertreffen“ der Angebote der Freiwilligen und der Bedürfnisse der Empfänger zu fördern. Eine Schlüsselrolle dabei spielt der/die Programmverantwortliche des Fischnetzprogramms.

Die Aufgaben des/der Programmverantwortlichen

  • Anwerbung, Motivierung und Beibehaltung der Freiwilligen,
  • Aufsuchen, Beibehaltung und Motivierung der Empfänger,
  • Paarweise Zuordnung der Freiwilligen und Empfänger aufgrund der eingegangenen Angebote und Bedürfnisse,
  • Abwicklung der Administration,
  • Bewertung der Auswertungsformulare,
  • Integrierung der durch die Auswertungsformulare gewonnenen Erfahrungen in das laufende Programm,
  • Organisierung von Aktionen,
  • Organisierung der Freiwilligenausbildung.

Die Erstellung eines praktischen Planes für die Programmeinführung bzw. die Planung der jeweiligen Tätigkeiten, kann in einem Gantt-Diagramm festgehalten werden.

Der/die Programmverantwortliche kann seine/ihre Tätigkeit als gemeinnützige freiwillige Tätigkeit oder im Rahmen eines Beauftragungs-, eventuell eines Arbeitsverhältnisses verrichten, abhängig von den Möglichkeiten und der Entscheidung der das Fischnetzprogramm durchführenden Organisation.

Der/die Programmverantwortliche kann jedes volljährige Mitglied der Gemeinde oder Gemeinschaft sein.

Vom/von der Programmverantwortlichen werden erwartet: gute Kenntnis der Gemeinde/Gemeinschaft vor Ort, Pflichtbewusstsein, gute kommunikative und Organisationsfähigkeiten sowie Kontaktfreudigkeit, Diskretion, Konsequenz in den Entscheidungen und Fähigkeit zur laufenden und genauen Administrationsführung. Die Indienststellung nimmt der Vertreter der Ortsgemeinde vor.

Den infrastrukturellen Hintergrund zur Verrichtung der Aufgaben des/der Programmverantwortlichen sichert die das Fischnetzprogramm durchführende Organisation. Sie ermöglicht die Benutzung eines Raumes, in dem die erforderliche Dokumentation des Fischnetzprogramms sicher zu speichern ist, der über die notwendigen Geräte (Computer, Drucker, Telefon) verfügt und auch die Möglichkeit für ungestörte persönliche Gespräche bietet.

Der Ablauf der Verwirklichung des Fischnetzprogramms

Die Anwerbung ist neben dem/der Programmverantwortlichen auch eine Aufgabe der Gemeindeleitung, die die Mitglieder der Gemeinde und der weiteren Gemeinschaft vor Ort anspricht und zur Teilnahme am Freiwilligenprogramm ermutigt. Bei dieser Arbeit spielt der Pfarrer eine maßgebende Rolle.

Die Gemeindeleitung arbeitet mit den Mitgliedern und Familien der örtlichen Gemeinschaft zusammen und verrichtet ihre Arbeit als Kontakthalter. Abhängig von der Größe der Gemeinde und der örtlichen Gemeinschaft motiviert sie möglichst viele Personen zur gemeinnützigen freiwilligen Tätigkeit. Der Ausbau eines stabilen Freiwilligennetzes kann sogar mehrere Jahre dauern, denn mit Schwankungen der Freiwilligenzahl ist zu rechnen, die durch Gewinnung neuer Freiwilliger ausgeglichen werden müssen. Wenn das Fischnetzprogramm in Schulen verwirklicht wird, spielen der Schulpfarrer bzw. die Klassenleiter eine herausragende Rolle in dieser Phase.

Den Freiwilligen wird bei ihrer Anmeldung das Meldeblatt für Freiwillige (H-1) und das Empfehlungsschreiben für Bewerber der Freiwilligentätigkeit (H-3) übergeben.

Das Meldeblatt für Freiwillige enthält alle grundsätzlichen persönlichen Angaben des Freiwilligen bzw. die individuellen Erfahrungen und Motivationen. Bei minderjährigen Bewerbern beinhaltet das Dokument auch die Einwilligungserklärung der Eltern/des Vormunds. Seine Anlagen bilden die auf dem Meldeblatt angegebenen ausgefüllten Formulare.

Für die Ausfüllung des Empfehlungsschreibens muss der Freiwillige eine Person auswählen, die ihn gut kennt und eine relevante Empfehlung formulieren kann (Pfarrer der Gemeinde, unterrichtender Lehrer, Leiter an der Arbeitsstelle usw.).

Gleichzeitig mit der Ausfüllung der Dokumente geschieht auch die Bekanntgabe des Fischnetzprogramms bzw. die Vorstellung des Rahmens der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit.
Voraussetzung des Beginns der Freiwilligentätigkeit ist die Absolvierung der Freiwilligenausbildung, über die die das Fischnetzprogramm durchführende Organisation eine Urkunde ausstellt. Auch die Kopie dieser Urkunde bildet einen Bestandteil der Meldeblattanlagen. Die Urkunde enthält als Informationen:

  • Name des/der Freiwilligen,
  • Zeitpunkt der Ausbildung,
  • Ort der Ausbildung,
  • Name des/der Ausbilder,
  • Name der das Fischnetzprogramm durchführenden Organisation und die Unterschrift des verantwortlichen Leiters.

Nach der Ausbildung wird die zweiseitige Vereinbarung (H-4) zwischen dem/der Freiwilligen und der das Fischnetzprogramm durchführenden Organisation geschlossen (im Falle von minderjährigen Freiwilligen die zweiseitige Vereinbarung für minderjährige Freiwillige H-4a).

Der/die Programmverantwortliche füllt im Rahmen eines persönlichen Gespräches mit dem Empfänger oder dessen Vertreter das Meldeblatt für Empfänger (H-2) aus. Bei diesem persönlichen Treffen wird der Empfänger auch über das Fischnetzprogramm bzw. den Rahmen der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit informiert.

Das Meldeblatt für Empfänger enthält alle Informationen über den Empfänger, die von diesem auszufüllenden Formulare sind seine Anlagen.

Der/die Programmverantwortliche organisiert aufgrund der Angebote der ausgebildeten Freiwilligen und der eingegangenen Wünsche die den Inhalt der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit des Fischnetzprogramms bildenden Freiwilligen-Empfänger-Beziehungen. Dafür wird die dreiseitige Vereinbarung (H-5) geschlossen (im Falle minderjähriger Freiwilliger die dreiseitige Vereinbarung für minderjährige Freiwillige H-5a). Der/die Programmverantwortliche trägt in die Tätigkeitstabelle (H-6) die zur Verrichtung der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit zustande gekommenen Freiwilligen-Empfänger-Paare ein, die diese dokumentierende Vereinbarung mit laufender Nummer, die Benennung der Tätigkeit und die Häufigkeit ihrer Verrichtung.

Danach beginnen die Freiwilligen bei den Empfängern der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit ihre Helfertätigkeit im von der dreiseitigen Vereinbarung festgelegten Rahmen. Über die verrichtete Tätigkeit füllen sie das Tagebuch der geleisteten Tätigkeit (H-7) aus.

Im Tagebuch der geleisteten Tätigkeit wird die für die Freiwilligentätigkeit aufgewendete Zeit eingetragen, was vom Empfänger oder dessen Vertreter durch Unterschrift bestätigt wird.
Ein wichtiges Element der Arbeit ist die Rückmeldung von Seiten sowohl der Freiwilligen als auch der Empfänger der gemeinnützigen Freiwilligentätigkeit. Mindestens halbjährlich wird eine Auswertung empfohlen, im Falle des schulischen Programms monatlich. Die Rückmeldungen der Freiwilligen werden durch die Ausfüllung des Auswertungsformulars für Freiwillige (H-8) bzw. des Auswertungsformulars für Empfänger (H-9) dokumentiert. Die ausgefüllten Auswertungsformulare werden vom Programmverantwortlichen bewertet und im Rahmen eines persönlichen Gespräches die darin enthaltenen Anregungen oder Probleme mit den Freiwilligen bzw. Empfängern besprochen. Mit Hilfe der Auswertungsformulare kann auch die Überprüfung der dreiseitigen Vereinbarungen vorgenommen werden. Falls die Rückmeldung eine Maßnahme erfordert, wird deren Dokumentierung als Anlage der Dokumentation beigefügt.

 

 

FLUSSDIAGRAMM

 

Um das Fischnetzprogramm aufrecht erhalten und einsetzen zu können, werden sowohl Trainer als auch Freiwillige qualifiziert. Hier finden Sie die jeweiligen Ausbildungen und ihre Inhalte.